Prinz-von-Homburg-Schule in Neustadt (Dosse) seit Januar 2026 in Trägerschaft des Landkreises Ostprignitz-Ruppin
Die Prinz-von-Homburg-Schule in Neustadt (Dosse) inklusive des Internates „Mühle Spiegelberg“ wurde zum 1. Januar 2026 in die Trägerschaft des Landkreises Ostprignitz-Ruppin übertragen. Die dafür notwendige öffentlich-rechtliche Vereinbarung hatten Vertreterinnen und Vertreter des Amtes Neustadt (Dosse) und des Landkreises Ostprignitz-Ruppin bereits im vergangenen Jahr in Neuruppin unterzeichnet. Am 1. Dezember 2025 gab es dann eine symbolische Schlüsselübergabe durch Amtsdirektor Andreas Schumacher an Landrat Ralf Reinhardt in Anwesenheit von Schulleiter Dr. Christian Tatje und der Kreistagsvorsitzenden sowie weiteren Vertreterinnen und Vertreter der Amts- und Kreisverwaltung. Damit wurde ein mehrjähriger Prozess abgeschlossen, der mit einem Grundsatzbeschluss auf kommunaler Ebene begonnen hatte.
Die politischen Gremien von Amt und Landkreis hatten die erforderlichen Entscheidungen im Vorfeld getroffen und den Weg für den Trägerwechsel freigemacht. So hatten bereits 2023 der Amtsausschuss und der Kreistag entsprechende Grundsatzbeschlüsse zum Wechsel der Trägerschaft gefasst. Parallel dazu war das Genehmigungsverfahren beim Brandenburger Bildungsministerium durchgeführt worden, die auch erteilt wurde.
Mit dem Wechsel der Trägerschaft sollten insbesondere Investitionen in die Schulgebäude sowie in eine zeitgemäße technische und pädagogische Ausstattung erleichtert und beschleunigt werden. Ziel ist, den Schulstandort langfristig zu sichern und zukunftsfähig weiterzuentwickeln.
In den Verhandlungen waren Fragen zu Grundstücken, Gebäuden, Investitionsbedarfen, Personal und Sachmitteln umfassend zwischen allen Beteiligten geklärt worden.
„Unser Dank gilt besonders dem Amt Neustadt für das gute und konstruktive Miteinander gerade in den ersten Wochen nach dem offiziellen Trägerwechsel“, so Landrat Ralf Reinhardt. „Ein solcher Wechsel ist für alle Beteiligten am Anfang nicht immer einfach, aber wir können zufrieden mit dem Start sein. Für den Landkreis als neuer Träger steht an erster Stelle, die herausragende Tradition der Prinz-von-Homburg-Schule vor allem mit ihrer Begabtenförderung in der Sportart Reiten unvermindert fortzusetzen. Die Erfolge der Vergangenheit sind der Maßstab für die Zukunft, und daran wollen wir gemeinsam mit allen Unterstützern und Förderern weiterarbeiten.“
„Die Zusammenarbeit von Amt und Landkreis war von großem gegenseitigem Vertrauen und Konstruktivität geprägt; dies soll auch zukünftig der Fall sein, um den Übergang für alle Beteiligten möglichst reibungslos zu gestalten“, bedankt sich auch Anke Somschor, Leiterin des Amtes für Bildung beim Landkreis OPR, für die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten.
„Die Prinz-von-Homburg-Schule in Neustadt (Dosse), eine moderne Schule mit interessantem, einzigartigem Konzept befindet sich nun in Trägerschaft des Landkreises Ostprignitz-Ruppin. Damit wurden die Beschlüsse des Amtes Neustadt (Dosse) und des Kreistages erfolgreich umgesetzt. Die Sorgen der Neustädter zu Beginn der Verhandlungen waren groß. In den vorbereitenden Arbeitsgruppen wurden viele Fragen geklärt. Und so schauen wir Neustädter jetzt optimistisch aber auch erwartungsvoll nach vorne“, äußert sich Kreistagsvorsitzende Sigrid Nau, die selbst in Neustadt lebt, zum erfolgreichen Wechsel der Schulträgerschaft.
„Die Übertragung der Schulträgerschaft zum Januar 2026 war das Ergebnis einer sehr sorgfältigen und vorausschauenden gemeinsamen Planung. Sowohl das Amt Neustadt (Dosse) als auch der Landkreis Ostprignitz-Ruppin hatten in den vergangenen Monaten hochprofessionell und lösungsorientiert zusammengearbeitet. Dafür möchte ich mich ausdrücklich bedanken! Für unsere Schule und das dazugehörige Schülerwohnheim sehe ich in diesem Schritt eine echte Chance: Der Landkreis ist ein starker Partner mit klaren strategischen Perspektiven für Bildung und Infrastruktur. Wir sind fachlich, personell und organisatorisch gut aufgestellt, und die Nachfrage nach unseren Bildungsangeboten ist so hoch wie nie. Die Zukunft der Prinz-von-Homburg-Schule bleibt geprägt von Stabilität, Verlässlichkeit und einer klaren Entwicklung. Ich habe ein ausgesprochen gutes Gefühl“, hatte sich Schulleiter Dr. Christian Tatje bereits zur Unterzeichnung der öffentlich-rechtlichen Vereinbarung Ende 2025 sehr zufrieden über den Verlauf des Trägerwechsels geäußert.
Die Prinz-von-Homburg-Schule hat sich als zentraler Bestandteil der Bildungslandschaft in Neustadt (Dosse) etabliert. Die Gesamtschule mit Primarbereich sowie Sekundarstufe I und II wird von rund 730 Schülerinnen und Schüler in den Klassen 1 bis 13 besucht und ermöglicht Abschlüsse bis zum Abitur. Kurz zuvor war der Schulstandort für mehr als zehn Millionen Euro umfassend saniert worden. Die Belastung durch Kredit, Zins und Tilgung hatte maßgeblich dazu beigetragen, die Schulträgerschaft an den Landkreis zu übertragen. Die Nachfrage nach Schulplätzen ist so hoch wie nie zuvor. In den Jahrgangsstufen sieben bis zehn bestehen jeweils vier Klassen, im Grundschul- und im Abiturbereich jeweils zwei.
Der Landkreis Ostprignitz-Ruppin übernimmt mit der Schulträgerschaft Verantwortung für einen leistungsfähigen, modernen und zukunftssicheren Schulstandort in Neustadt (Dosse).
"Herzlichen Dank beim Landkreis Ostprignitz-Ruppin für den unkomplizierten Ablauf des Trägerwechsels und das konstruktive Miteinander in den ersten Wochen. Dieses hat den Start erheblich erleichtert. Um die herausragende Tradition der Prinz-von-Homburg-Schule, vor allem mit ihrer Begabtenförderung in der Sportart Reiten unvermindert fortzusetzen, wird ein Mitarbeiter unserer Amtsverwaltung als Bindeglied zwischen Schule und Landkreis fungieren. Die Erfolge der Vergangenheit sind der Maßstab für die Zukunft und daran wollen wir gemeinsam mit allen Unterstützern und Förderern zum Wohle unserer Kinder weiterarbeiten.“
Andreas Schumacher
Amtsdirektor
Bild zur Meldung: Schlüsselübergabe durch Amtsdirektor Herrn Schumacher (l.) an Landrat Herrn Reinhardt (r.) zusätzlich Schulleiter Dr. Tatje und Kreistagsvorsitzende Frau Nau
