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Gelungene zweite Auflage des offenen Kaltblutfohlenchampionats in Salzwedel

20.​06.​2026

Bereits zum zweiten Mal wurde das offene Kaltblutfohlenchampionat des Pferdezuchtverbandes Brandenburg-Anhalt auf der Reitanlage Hornkohl in Salzwedel in Zusammenarbeit mit dem Pferdezuchtverein Salzwedel durchgeführt. Die Veranstaltung kann erneut als voller Erfolg gewertet werden und wurde von den Kaltblutfreunden des Zuchtvereins mit viel Engagement und Liebe zum Detail vorbereitet.
Sicherlich hätte man sich eine höhere Beteiligung gewünscht. Insgesamt waren 21 Fohlen der Rassen Rheinisch-Deutsches Kaltblut und Schwarzwälder Kaltblut gemeldet, von denen schließlich 17 auf dem hervorragend vorbereiteten Championatsplatz vorgestellt wurden. Die hochsommerlichen Temperaturen dürften insbesondere für weiter angereiste Züchter ein Hemmnis gewesen sein. Dennoch wäre eine stärkere Beteiligung aus den benachbarten Zuchtverbänden wünschenswert gewesen.


Rheinisch-Deutsche Kaltblutstutfohlen
Im Ring der Rheinisch-Deutschen Kaltblutstutfohlen waren acht Fohlen gemeldet, von denen sechs der Bewertungskommission vorgestellt wurden. Die Kommission bestand aus dem ehemaligen Zuchtleiter des Pferdezuchtverbandes Brandenburg-Anhalt, Dr. Ingo Nörenberg aus Leipzig, sowie dem langjährigen Kaltblutkörkommissar aus Mecklenburg, Dieter Quaas. Sämtliche vorgestellten Stutfohlen stammten aus dem Zuchtgebiet Brandenburg-Anhalt.
Die beiden Spitzenfohlen gingen auf den Neustädter Landbeschäler und bundesprämierten Körsieger Leopold zurück. Zum Siegerfohlen avancierte die Tochter des Leopold aus der Mara von Martell aus der Zucht von Peter Hahnefeld (Wootz). Die Kommission überzeugte das bedeutende, typstarke und sehr harmonische Fohlen mit seinem ergiebigen Bewegungsablauf. Mutterstute Mara war bereits 2024 Siegerstute ihrer Staatsprämienschau.


Den zweiten Rang belegte eine weitere Leopold-Tochter aus der Frauke aus der Zuchtgemeinschaft Schulz/Oberg aus Pretzier. Auch dieses Fohlen beeindruckte durch seine hervorragende Typausprägung. Auf dem dritten Platz folgte eine ebenfalls sehr typstarke und vielversprechende Tochter des Bundesprämienhengstes Nautilus aus der Zucht von Peter Lindengrün aus Cheinitz. Weitere platzierte Fohlen stammten von den Hengsten Odini von Prettin und Haakon ab.


Starker Jahrgang bei den Hengstfohlen
Im Ring der Hengstfohlen waren elf Fohlen gemeldet, von denen neun in Salzwedel antraten. Den Sieg sicherte sich ein Sohn des Bundessiegerhengstes Opalius aus einer Edwin-II-Tochter aus der Zuchtgemeinschaft Clar aus Bad Bodenteich. Das Siegerfohlen wurde für das Stammbuch für Kaltblutpferde Niedersachsen vorgestellt.
Einen weiteren Spitzenerfolg konnte Peter Hahnefeld erzielen. Sein Nautilus-Sohn aus der Merle von Martell, die bereits 2023 Siegerstute ihrer Staatsprämienschau war, begeisterte die Kommission durch seine bedeutende Aufmachung und seinen lockeren, raumgreifenden Bewegungsablauf und wurde auf Rang zwei platziert.
Der dritte Platz ging an einen qualitätsvollen Urquell-Sohn aus der Betty von Berti I. Züchterin des typvollen Rapphengstes ist Uta Kempf aus Klötze.


Den vierten Rang teilten sich zwei Söhne des bei der Hengststation Kaufmann in Eberswalde stationierten Vitali, einem Sohn des Vito. Weitere vorgestellte Hengstfohlen stammten von den Hengsten Leopold, Siegfried und Fietje ab.


Schwarzwälder Kaltblüter
Im Ring der sonstigen Kaltblutrassen wurden zwei Schwarzwälder Kaltblutfohlen vorgestellt. Den Sieg errang ein Stutfohlen von Valentino aus der Romina von Westerland aus der Zucht von Aide Bartels aus Wangelnstedt. Den zweiten Rang belegte ein Sohn des Vulkan aus der Zuchtgemeinschaft Reisener-Ramme aus Salzwedel.
Mit einer guten Organisation, sehr passenden Rahmenbedingungen und einer ganzen Reihe qualitativ hochwertiger Fohlen hat sich das offene Kaltblutfohlenchampionat in Salzwedel erneut als wichtige Plattform für die Kaltblutzucht in Brandenburg-Anhalt etabliert. Die Veranstaltung macht Mut für eine Fortsetzung im kommenden Jahr – dann hoffentlich mit einer noch größeren Beteiligung aus Brandenburg-Anhalt und auch den benachbarten Zuchtgebieten.


PZVBA
 

 

Bild zur Meldung: Siegerin bei den Rheinisch-Deutschen Stutfohlen wurde eine Leopold-Tochter a.d Mara von Martell. Sie wurde von Peter Hahnefeld, Wootz, gezogen und ausgestellt. - Foto: Edler/PZVBA