Eine Kunstschule für das Kultur|Kloster|Kyritz
„Klosterschule Kyritz“ - so könnte eine Kunstschule im Kultur|Kloster|Kyritz heißen. Auf Vorschlag von Bürgermeisterin Nora Görke beauftragte die Stadtverordnetenversammlung in ihrer Sitzung am 24. Juni, die Verwaltung mit der Entwicklung einer kommunalen Kunstschule für den ländlichen Raum. Dazu gehören die
schrittweise Entwicklung einer dauerhaft tragfähigen Struktur kultureller Bildung,
die Prüfung der Voraussetzungen für eine Antragstellung im Rahmen der Landesförderung zur Kunstschulentwicklung,
die Aufnahme von Gesprächen mit regionalen Partnern, Schulen, Kulturakteuren und Fachverbänden,
sowie die Erarbeitung eines weiterführenden Konzepts einschließlich Organisations-, Finanzierungs- und Maßnahmenplanung.
Mit der geplanten „Klosterschule Kyritz“ soll geprüft werden, ob bestehende kulturelle,
pädagogische und soziale Angebote in Kyritz künftig stärker vernetzt und in eine dauerhafte
Struktur kultureller Bildung überführt werden können.
Eine zentrale Rolle spielt hierbei das geplante Kulturkloster Kyritz als zukünftiger Kultur-,
Bildungs- und Begegnungsort der Stadt. Insbesondere im Bereich des „Jungen
Museums“, bei Workshops, Ausstellungen, Vermittlungsformaten und Veranstaltungen
ergeben sich erhebliche Synergieeffekte.
Darüber hinaus ist eine enge Zusammenarbeit vorgesehen mit:
Schulen und Ganztagsangeboten
Kindertagesstätten
regionalen Künstlerinnen und Künstlern
Vereinen und Initiativen
Museum und Bibliothek
Theater- und Kulturgruppen
sozialen Einrichtungen
touristischen Akteuren
Die Klosterschule Kyritz soll möglichst praxisnah, dezentral und eng mit bestehenden
Einrichtungen verbunden arbeiten. Angebote könnten sowohl im Kulturkloster Kyritz als auch
an weiteren Standorten in der Stadt und Region stattfinden.
Die Kunstschule soll grundsätzlich spartenübergreifend arbeiten. Die tatsächliche
Entwicklung der Angebote erfolgt schrittweise und orientiert sich an verfügbaren Räumen,
personellen Ressourcen, Kooperationen und Nachfrage. Mögliche Fachbereiche sind beispielsweise Bildende und Angewandte Kunst, Medien und Digitales Gestalten, Theater, Literatur, Tanz oder Zirkus. Die Angebotsstruktur soll dabei bewusst offen und entwicklungsfähig bleiben. Nicht alle Bereiche müssen sofort umgesetzt werden.
Die Klosterschule Kyritz kann perspektivisch einen wichtigen Beitrag leisten:
• zur Stärkung der Bildungslandschaft in der Stadt und der Region,
• zur Unterstützung von Ganztagsangeboten,
• zur Förderung kultureller Teilhabe,
• zur Attraktivitätssteigerung der Stadt für Familien,
• sowie zur Weiterentwicklung des Kulturstandortes Kyritz.
Das Land Brandenburg stellt für den Aufbau von Kunstschulen eine dreijährige
Anschubförderung in Höhe von jährlich bis zu 75.000 € zur Verfügung. Dieser Zeitraum soll genutzt werden, um die Tragfähigkeit, Nachfrage und organisatorische Umsetzbarkeit einer solchen Einrichtung zu erproben.
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