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Deutsche Erinnerungskultur? Asal Dardan liest am 27. Januar aus ihrem Buch „Traumaland“

Die Stadtbibliothek Kyritz lädt am Dienstag, den 27. Januar 2026 um 18:30 Uhr zu einem besonderen Literaturabend mit der iranisch-stämmigen Autorin Asal Dardan ein. Die Lesung aus ihrem Buch „Traumaland“ beschäftigt sich mit der deutschen Erinnerungskultur und wirft wichtige Fragen zur Aufarbeitung der Vergangenheit und der gegenwärtigen gesellschaftlichen Herausforderungen auf.

Deutschland gilt international als vorbildlich in der Aufarbeitung seiner Nazi-Vergangenheit und im Gedenken an die Opfer. Doch wie steht es um die rassistischen Taten von heute? In ihrem Buch begibt sich Asal Dardan auf die Spur der Gewalt in Deutschlands Vergangenheit und Gegenwart und beleuchtet Orte wie Berlin, Köln, Dessau und Hoyerswerda. Dardan fragt: „Was wird erinnert? Und warum wird so vieles vergessen oder verdrängt?“ Sie thematisiert, wie der hochgelobte deutsche Erinnerungsdiskurs oft die Opfer von heute abweist und ausgrenzt. Ihr Appell ist klar: Es bedarf eines gemeinsamen Erinnerns, das die unterschiedlichsten Gewalterfahrungen in Betracht zieht.

Asal Dardan, geboren 1978 in Teheran und aufgewachsen in Köln, Bonn und Aberdeen, hat Kulturwissenschaften und Nahoststudien in Deutschland und Schweden studiert. Sie wurde mehrfach für ihre Essays ausgezeichnet, die sich intensiv mit Themen wie Herkunft, Ausgrenzung, Rassismus und rechtsextremer Gewalt auseinandersetzen.

Die Veranstaltung wird von der Phronesis Diskurswerkstatt organisiert. Der Eintritt kostet 6 Euro. 

 

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