Abstimmung der Kyritzer Stadtentwicklung mit dem Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung
Was wurde in Kyritz bisher mit Städtebaufördermitteln erfolgreich umgesetzt und welche Handlungsschwerpunkte gibt es für die kommenden Jahre? Zur Abstimmung der Maßnahmen kamen am 10. April Vertreter des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg und des Landesamts für Bauen und Verkehr nach Kyritz.
Auf einer Stadtrundfahrt wurden verschiedene Orte präsentiert, die mit Unterstützung von Städtebaufördermitteln neugestaltet wurden bzw. gegenwärtig werden sowie Objekte, bei denen kurz- oder langfristig Handlungsbedarf besteht. Gezeigt wurden dabei der Bahnhof und das Bahnhofsumfeld, die sanierte Goethe-Grundschule, die frühere Molkerei, die Straße der Jugend, die Kita Spatzennest, die Containeranlage der Kita Kunterbunt in der Ammerländer Straße und die Baustelle der Kita und des Nachbarschaftshauses in der Werner Straße sowie die Altstadt mit Marktplatz, Budenhäusern, den sanierten Häusern in der Pritzwalker Straße 2 und Hospitalstraße 1 und die frühere Kaufhalle.
Die Fahrt endete am Kultur|Kloster|Kyritz. Seit 2020 erfolgt die schrittweise bauliche Umsetzung der Entwicklung des Klosterviertels zum Kultur- und Bildungsstandort der Stadt. Zu den künftigen Nutzern gehören u. a. das „Junge Museum“, die Stadtbibliothek, die Touristinformation und der Heimatverein. Die Fertigstellung ist bis 2027 geplant.
Im Anschluss an die Stadtrundfahrt wurde im Kreativatelier der Stadtbibliothek im Kultur|Kloster|Kyritz über das weitere Vorgehen zur Erreichung der Stadtentwicklungsziele beraten.
Themen waren dabei der Umsetzungsstand des 2020 fortgeschriebenen Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (INSEK), der aktuelle demografische Entwicklungsstand und die Kitabedarfsplanung, das Wohnraumangebot in Kyritz und der Umgang mit wichtigen Zukunftsthemen wie Kilmaschutz und Klimaanpassung, umweltgerechte Mobilität und Digitalisierung sowie der Stand der kommunalen Wärmeplanung.
Weiterhin besprochen wurde der aktuelle Umsetzungsstand der Maßnahmen aus dem Förderprogramm Lebendige Zentren, insbesondere das Einzelvorhaben Kultur|Kloster|Kyritz sowie der innere Erschließungsrings (Maxim-Gorki-Straße, Teile der Johann-Sebastian-Bach-Straße, Pritzwalker Straße, Hospitalstraße).
Abschließend wurde der Grad der Zielerreichung der Gesamtmaßnahme „Sozialer Zusammenhalt“ in Kyritz-West vorgestellt und ein Ausblick auf die Verstetigung der mit dem Quartiersmanagement aufgebauten Strukturen nach Auslaufen der Förderung im Jahr 2027.
Offen und konstruktiv wurde dabei über die geplanten Maßnahmen gesprochen. Insgesamt zeigten sich die Vertreter des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung und des Landesamts für Bauen begeistert von Kyritz und vor allem von dem, was hier bisher erreicht wurde und wie die Städtebaufördermittel zielorientiert und zur Steigerung der Lebensqualität eingesetzt wurden.
Städtebauförderung in Kyritz
Sanierungsgebiet Altstadt (seit 1991)
Städtebaulicher Denkmalschutz, Lebendige Zentren
Mit Hilfe der Städtebauförderung wurde im Sanierungsgebiet Altstadt sowohl die baukulturell wertvolle Gebäudesubstanz als auch der öffentliche Raum gesichert und entwickelt. Dadurch konnte die Altstadt nicht nur baulich, sondern auch funktionell gestärkt werden. Aktuelles Schwerpunktvorhaben ist die Entwicklung des Kultur|Kloster|Kyritz. Die Fertigstellung und Eröffnung sind bis Ende 2027 geplant. Im Anschluss wird der Fokus wieder auf der Erneuerung von Erschließungsanlagen, insbesondere des wichtigen Innenstadtrings liegen.
Gesamtförderungsvolumen bisher: 42.351.836,00 Euro
Kyritz-West (seit 2016)
Soziale Stadt, Sozialer Zusammenhalt, Soziale Integration im Quartier
Neben der Einrichtung eines Quartiersmanagements und der Erstellung von quartiersbezogenen Planungsgrundlagen wurden bauliche Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfeldes und der verkehrlichen Anbindung des Stadtteils durchgeführt. Aktuelles Schwerpunktvorhaben ist die Sanierung der Kita Kunterbunt mit Hort und der Neubau eines Nachbarschaftshauses. Die Eröffnung wird Anfang 2026 stattfinden. Um auch den zukünftigen Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen im Stadtteil zu decken, werden weitere Anstrengungen erforderlich sein.
Gesamtförderungsvolumen bisher: 12.331.944,00 Euro
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