Grüße zum Jahreswechsel

Kyritz, den 30.12.2019

Liebe Kyritzerinnen und Kyritzer, liebe Bewohnerinnen und Bewohner unserer Ortsteile,

das Jahr 2019 neigt sich dem Ende entgegen - Zeit innezuhalten, auf das Erreichte zurückzublicken und auf das Jahr 2020 vorauszuschauen.

 

Zwei große Jubiläen konnten in diesem Jahr gefeiert werden: 100 Jahre Fußballverein Rot Weiß Kyritz sowie 50 Jahre Shantychor De goode Wind’s. Sie stehen exemplarisch für das rege Vereinsleben in unserer Stadt. Die Vereine bewegen viel: So haben sie beispielsweise die große Vereinsmeile zum Stadtfest gestaltet, am 1. Kyritzer Seefest mitgewirkt, zahlreiche Veranstaltungen unter anderem am Mehrgenerationenhaus oder im Klostergarten organisiert. Gern unterstützen wir die Aktivitäten mit unserer Vereinsförderung und der Kulturförderung. Zudem zeichne ich besonders Aktive jedes Jahr mit dem Ehrenamtspreis aus.

 

Neben dem Stadtfest, dem Seefest und zahlreichen Dorffesten gab es viele weitere Festivitäten und Aktionen, die die Kyritzer zusammenbrachten – ob in der Stadt oder den Ortsteilen. Hier sind zum Beispiel zu nennen die Flohmärkte am Mehrgenerationenhaus, die Auszeichnung der ehemaligen Posthalterei in der Maxim-Gorki-Straße 26 als „Denkmal des Monats“ der AG Historische Stadtkerne des Landes Brandenburg am 29. Januar, der Maishopping-Abend am 3. Mai, die Tour de Prignitz am 19. Mai auf dem Flugplatz Heinrichsfelde, der Familientag am 24. Mai am Mehrgenerationenhaus, der Markt der regionalen Möglichkeiten am 31. August, die Lange Nacht der Wirtschaft am 28. September, das Rosengartenfest am 3. Oktober, das Lichterfest am 29. November und der Weihnachtsmarkt vom 6. bis 8. Dezember. Für den 21. Dezember haben Kyritzer Vereine eine Klosterweihnacht organisiert. Ich bin mir sicher, auch im kommenden Jahr werden wir wieder viele Gelegenheiten haben, gemeinsam zu feiern.

 

Intensiv wurde und wird am wichtigsten Zukunftsprojekt für Kyritz, der Sanierung des Klosterviertels und Entwicklung zum Kulturzentrum der Stadt, gearbeitet. Nach umfangreichen archäologischen Untersuchungen, Abstimmungen mit der Denkmalbehörde und Planern begann im Herbst die Sanierung des Schornsteins. Weiter geht es Anfang 2020 mit der Sanierung der Brennerei, für die bereits die meisten Ausschreibungen erfolgten. Außerdem soll die Sanierung der Stadtmauer im kommenden Jahr begonnen werden. Die Sanierung des Klausurflügels wird parallel dazu ebenfalls weitergeplant – wie bei allen Arbeiten im Klosterviertel in enger Abstimmung mit den Denkmalbehörden.

 

Am 4. Oktober begann zudem die Sanierung des Kleinsthauses in der Johann-Sebastian-Bach-Straße 8.  Geplant ist, die Arbeiten bis zum Sommer 2020 abzuschließen.

 

Was aus so einem kleinen Häuschen werden kann, ist gut an den vergleichbaren Kleinsthäusern in der Weberstraße 99 bis 109 zu sehen. Sie werden erfolgreich als Ferienhäuser vermietet und wurden in diesem Jahr mit dem Brandenburgischen Baukulturpreis ausgezeichnet.

 

Der Bereich der Weberstraße an den Kleinsthäusern sowie die Klosterstraße sollen in 2020 ebenfalls saniert werden.

 

Der Landesbetrieb für Straßenwesen ließ an der B 5 die Brücke über die Bahn sanieren. In 2020 soll es mit der Sanierung der Bundesstraße 5 weitergehen: Zunächst soll ein Kreisverkehr an der Kreuzung mit der Westfahlenallee gebaut werden, inklusive der Erneuerung der Fahrbahndecke bis zum Flugplatz Heinrichsfelde. Im Anschluss daran soll der Abschnitt von Heinrichsfelde Richtung Wusterhausen erneuert werden.

 

Ein weiterer wichtiger Entwicklungsschwerpunkt für unsere Stadt ist das Seeumfeld. In den vergangenen Monaten wurden auf der Insel die Wege neu angelegt, die Terrassen inklusive barrierefreiem Zugang zum Sanitärbereich erneuert, kranke Bäume entnommen, neuer Rasen gesät, Sträucher und Bodendecker gepflanzt, ein Spielplatz gestaltet, eine Aussichtsplattform an der Südseite der Insel angelegt und der Steg der Fahrgastschifffahrt erneuert. Am Seeufer von Kyritz entstanden acht Wohnmobilstellplätze.

 

In diesem Winter werden an der Seepromenade ein neuer Steg für die Fähre sowie eine neue Anlegestelle für die Fahrgastschifffahrt inklusive Anlegemöglichkeiten für kleine Boote sowie eine Slipanlage gebaut, das Ufer befestigt und die Grünanlagen und Wege in diesem Bereich neu gestaltet. Bis Saisonbeginn 2020 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

 

Ein Schwerpunkt unserer Stadtentwicklung liegt auch in Kyritz-West, dem Stadtteil mit den meisten Einwohnern. Seit der Eröffnung des Prignitzcenters am 13. November hat Kyritz-West das modernste Einkaufszentrum der Stadt. Am 19. Oktober wurde nur wenige Meter davon entfernt zudem mit dem Spielband ein neuer Treffpunkt für Sport und Spiel eröffnet. Die Planungen mit dem Landkreis für die Sanierung der Straße der Jugend stehen kurz vor dem Abschluss, sodass die Straße sowie Geh- und Radwege schon bald in neuem Glanz erstrahlen werden.

 

Mit dem neuen Bahnhaltepunkt Am Bürgerpark hat der Stadtteil jetzt einen zweiten – für Kyritz-West günstig gelegenen – Bahnhof. Und mit dem neuen Verbindungsweg, der im Jahr 2020 zwischen Strüwestraße und Prignitzcenter entstehen soll, wird sich der Weg zum Stadtbahnhof und in die Altstadt deutlich verbessern und verkürzen.

 

Das Büro des Quartiersmanagements wurde erneuert und auf der Grünfläche hinter der alten Kaufhalle in der Friedensstraße soll unter Mitwirkung der Menschen aus dem Stadtteil im kommenden Jahr ein Innenhof-Treff entstehen. Weiterhin wird an den Planungen für das Nachbarschaftshaus an der Kita Kunterbunt intensiv gearbeitet.

 

Aber auch in Kyritz-Ost ist die Entwicklung noch nicht abgeschlossen: Neue Baugrundstücke wurden im Wohngebiet Alt und Jung ausgewiesen. Die Vermarktung durch die Sparkasse Ostprignitz-Ruppin hat bereits begonnen. Im Jahr 2020 soll das Areal mit Gas, Telefon, Wasser, Abwasser und Beleuchtung erschlossen werden und die Fahrbahn zunächst mit Schottertragschicht hergestellt werden.  

 

Auch im und am Mehrgenerationenhaus in der Perleberger Straße 10 ging und geht die Entwicklung weiter. So wurde ein Kleinbus übergeben, um die bestehenden Angebote des Mehrgenerationenhauses aufrechterhalten, die Angebotsvielfalt zu erweitern und neue Nutzer zu gewinnen. Vor dem Mehrgenerationenhaus wurde zudem ein Outdoor-Fitnessgerät aufgestellt. Der Töpfer- und Kreativraum wurde saniert, die Garagendächer und der Zaun erneuert. Im Jahr 2020 sollen im Mehrgenerationenhaus umfangreiche Sanierungsarbeiten beginnen.

 

Seit Juni gibt es in Kyritz  zwei öffentliche Ladesäulen für Elektrofahrzeuge. Eine davon steht in der Johann-Sebastian-Bach-Straße vor der St. Marienkirche, die andere in der Wilsnacker Straße auf dem Parkplatz hinter dem Jobcenter.

 

Auch unsere Freiwillige Feuerwehr haben wir weiter unterstützt: So wurde ein neuer Vorausrüstwagen und ein neues Notstromaggregat übergeben.

 

Wichtig sind auch die Jüngsten unserer Stadt. Zusätzlich zum Spielband in der Straße der Jugend wurden neue Spielplätze in Heinrichsfelde, in Rehfeld und auf der Insel eröffnet. Die Spielplätze an der Seepromenade, in Berlitt, Mechow und Bork wurden erweitert. Im kommenden Frühjahr werden alte Spielgeräte auf den Spielplätzen der Kitas Spatzennest in der Straße der Jugend und „Sonnenschein“ in Holzhausen durch neue ersetzt. Zudem wird der Spielplatz „Abenteuerwald“ in der Waldkolonie um eine Kletterkombination mit Rutsche erweitert. Sie können sich gern in unserem Kultur- und Tourismusbüro den neuen Spielplatzflyer holen und sich anhand von diesem auf Erkundungstour durch die Spielplatzwelt von Kyritz und den Ortsteilen begeben. Die Spielplatzplanung ist übrigens längst noch nicht abgeschlossen. Am Plothoplatz soll ab 2020 ein neuer Spielplatz entstehen.

 

Die Kita Kunterbunt in der Werner Straße wurde weiter modernisiert. So wurden beispielsweise in Hort und Foyer Schallschutz eingebaut und frisch gemalert.

 

Seit Beginn der Sommerferien erfolgten in der Carl-Diercke-Schule Baumaßnahmen. Die straßenseitige Fassade wurde dabei mit einem neuen Farbanstrich und mit einem Wärmedämmungsverbundsystem versehen. Zudem wurden die Sanitäranlagen im linken Teil des Hauptgebäudes sowie in der Aula und der Sporthalle saniert. In Aula und Sporthalle wurden auch die Fußböden in den Fluren komplett neu gebaut.

 

Auch die nächsten Arbeiten für die Carl-Diercke-Schule sind schon geplant. Die Lehrerzimmer, die Lehrküche, die Cafeteria, die Heizungsanlage inklusive Kessel, die Außenanlagen inklusive der Leitungen für Regenwasser, Abwasser und Strom, die Feuerwehrzufahrt und der Wirtschaftshof, der Keller sowie die Fassade auf der Hofseite sollen dann saniert werden.

 

In den Ortsteilen wurde und wird ebenfalls gebaut: Beispielsweise wurde das Feuerwehrgerätehaus in Rehfeld saniert und der Jugendclub und die Kita in Holzhausen erneuert. Geplant ist zudem, das Gemeindehaus in Teetz zu erweitern und zu sanieren.

 

Viele Bürger brachten sich in diesem Jahr nicht nur in die Festivitäten mit ein, sondern auch in die Neufassung des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (INSEK) sowie in den Bürgerhaushalt. Es freut mich immer, wenn die Bürger ihre Stadt so aktiv mitgestalten. Die Arbeit am INSEK geht im nächsten Jahr weiter, auch Vorschläge für den Bürgerhaushalt sind wieder gefragt.

 

Und so freue ich mich darauf, auch im kommenden Jahr mit Ihnen gemeinsam unsere Stadt weiter voranzubringen.

 

Ihre Bürgermeisterin

Nora Görke

 

 

 

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Grüße zum Jahreswechsel