Fördermittel für Forschungsprojekt zur Schulgeschichte bewilligt

Kyritz, den 31.05.2019

Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur hat der Stadt Kyritz 8874 Euro aus dem Museumsförderprogramm „Kulturelle Anker“ bewilligt. Die Mittel werden für ein Forschungsprojekt zur Schulgeschichte von Kyritz eingesetzt. So wird zum einen Material für die neue Ausstellung der Arbeitsgemeinschaft „Museum Klosterviertel“ finanziert. Zum anderen wird die HistoriCity GbR mit der vertiefenden Erforschung der Kyritzer Schulgeschichte beauftragt.

Die Zusammenarbeit mit HistoriCity kam auf Initiative des Historischen Heimatvereins für Kyritz und die Ostprignitz zu Stande. Museumskuratorin Susan Hoyer hat dann auf Landesebene Interesse dafür geweckt, das Projekt zu unterstützen.

Das Thema Schulgeschichte wird als wichtiger Teil der Stadtgeschichte in Vorbereitung des späteren Museums in Klosterviertel Kyritz erforscht. Bereits im ersten Jahrhundert nach der Stadtrechtsverleihung findet sich der Nachweis einer Lateinschule der Stadtpfarrkirche (1333). Im damaligen Franziskanerkloster Kyritz wurde bis zu dessen Auflösung 1541 dem Ordensnachwuchs Lesen und Schreiben gelehrt. Im gleichen Jahr (1541) wird eine städtische Knabenschule erwähnt und bereits 1581 existierte eine Mädchenschule in Kyritz. Als berühmter Sohn der Stadt hatte Carl Diercke (1842 – 1913) nicht nur Anteil an der Kyritzer Schulgeschichte durch seine eigene Schulzeit. Diercke erreichte in seinem Leben einige Veränderungen und Verbesserungen für den allgemeinen Schulbetrieb. Er war selbst als Lehrer tätig und prägte durch die Entwicklung seines Schulatlasses die allgemeine Schulgeschichte nachhaltig. Die Gründung des „Königlichen Schullehrer-Seminars zu Kyritz“ führte dazu, dass Volksschüler zu Volksschullehrern ausgebildet wurden. Das spätere Institut für Lehrerbildung erhielt 1953 den Fachschulstatus zur Ausbildung von Unterschullehrern.

Diese und viele weitere Aspekte der Geschichte des Schulwesens in Kyritz sollen in diesem Jahr untersucht und gemeinsam mit Ehrenamtlichen aus der AG Museum Klosterviertel eine Ausstellung gestaltet werden. 80 Prozent der anfallenden Kosten werden dabei durch die Mittel aus dem Museumsförderprogramm gedeckt.

Alle Kyritzer sind zudem eingeladen, Geschichten und Objekte aus der eigenen Schulzeit in die Ausstellung einzubringen. Wer etwas beitragen möchte, kann sich gern bis zum 14. Juni telefonisch bei der Kyritzer Museumskuratorin Susan Hoyer unter Telefon 033971 608285 melden. 

 

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